Wort zum Geleit

„Gelobt sei der Gott und Vater unseres Herrn Jesus Christus. 
In seinem großen Erbarmen hat er uns neu geboren und 
mit einer lebendigen Hoffnung erfüllt. 
Diese Hoffnung gründet sich darauf, 
dass Jesus Christus vom Tod auferstanden ist.“ 
(1.Petr. 1,3)

 

 

Liebe Gemeindeglieder, 

 

mein Blick bleibt auf dem Wortpaar „lebendige Hoffnung“ hängen. Gibt es denn eine tote Hoffnung?

Wenn eine Frau guter Hoffnung ist, dann ist sie schwanger. Und irgendwie ist der Mann dazu dann auch ein bisschen schwanger oder jedenfalls guter Hoffnung. Eine spannende Lebensphase ist diese Zeit, geprägt vom Warten und Vorbereiten. Da werden Babysachen gekauft, der Kinderwagen wird ausgesucht, der Wickeltisch bekommt seinen Platz, das Zimmer wird eingerichtet, Mädchen- und Jungennamen werden gesammelt und Schwangerschaftskurse besucht. Frau und Mann planen, investieren, bauen um, weil sie Hoffnung auf ein Kind haben. Die Schwangerschaft verursacht auch Schmerzen. Ich denke dabei an alles zwischen Übelkeit und Wehen, aber die Vorfreude auf das Kind überwiegt. Und wie groß ist die Freude erst, wenn das Kind da ist! Das Erhoffte ist nun mit Händen und Füßen zu fassen.

Dieses schöne Beispiel zeigt, was Hoffnung ist: leben mit einer Erwartung. Das Denken und Handeln wird ganz bestimmt von dieser Erwartung. Wenn Christen durch die Auferstehung Jesu eine lebendige Hoffnung haben, geht das in dieselbe Richtung. Der Vers verbindet die Auferstehung Jesu mit unserem irdischen Leben. Der Glaube an die Auferstehung hilft das Leben hier und jetzt zu bestehen und zu gestalten. So wie Gott am Anfang die Welt und alles Leben aus dem Nichts schuf, so hat er Jesus aus den Toten erweckt und so schenkt er uns heute Kraft zum Leben. Seine Lebenskraft über den Tod hinaus gibt uns eine lebendige Hoffnung. Eine Hoffnung, die uns lebendig und froh macht, die uns auferstehen lässt mitten im Alltag und durch unser Leben sichtbar wird – eben lebendig!

Ich wünsche Ihnen eine gesegnete Osterzeit

 

 

 

 

Ihre Pfrn. Bettina Klose