Aus dem Kirchenvorstand

Liebe Gemeindeglieder unseres Kirchspiels,

der Kirchenvorstand hat in seiner Sitzung im Januar beschlossen, die Verwaltung unseres Kirchspiels zu zentralisieren. Dafür gibt es gute Gründe. So sind z.B. die Anforderungen an die Verwaltung in den letzten Jahren wesentlich gestiegen (ab 2021 kommt auf uns als Kirche auch die Umsatzsteuer zu). Einen großen Teil der Personalkosten tragen wir selbst. Nur 0,25 VzÄ Verwaltungsstelle werden für 1,0 VzÄ Pfarrstelle von der Landeskirche erstattet. Im Zuge der jetzigen Struktur- und Stellenplanung müssen wir überlegen, welche Stellen wollen wir aufstocken und finanzieren – Kirchenmusik, Gemeindepädagogik, Verwaltung? Ein großer Vorteil der Zentralisierung ist, dass sich die Mitarbeiterinnen besser vertreten und Aufgaben entsprechend ihrer Fähigkeiten aufgeteilt werden können. Uns ist bewusst, dass eine zentrale Verwaltung auch Nachteile hat. Sie ist nicht mehr so nah an der Gemeindebasis. Deshalb sieht der Beschluss des Kirchenvorstandes auch einen Kompromiss vor: Es soll weiterhin dezentrale Öffnungszeiten geben. Das wird nicht mehr in dem Umfang wie bisher erfolgen. Wie genau sich unsere Verwaltung gestalten wird, daran arbeiten wir gerade. Wir wissen, dass mancher diese Entwicklung kritisch sieht und der Blick oft zurück geht. Es ist gut, wenn Sie uns bei der Suche nach einer zukunftsfähigen Verwaltung konstruktiv begleiten. Aber lassen Sie uns nach vorn blicken und Gemeinde so gestalten, dass sie zukunftsfähig ist.

Neue Öffnungszeiten Kirchspielbüros ab Juni:

Di. – Do. 10.00 – 12.00 Uhr

Do. 16.00 – 17.30 Uhr

 

Ihre Pfrn. Bettina Klose

 

Liebe Kirchspielgemeinde,

Zu unserer Klausur in Rathen im März haben wir uns intensiv mit der Zukunft der Kirchenmusik in unserem Kirchspiel beschäftigt. Die Ergebnisse dieser Klausur wurden in der Sitzung des Kirchenvorstandes im Monat April ausgewertet und die weitere Vorgehensweise festgelegt. Zunächst wurde aber festgestellt, dass die Moderation in Rathen am  Sonnabend durch Pfarrerin Zehme und Pfarrer Tischendorf sehr gut und hilfreich waren und wesentlich dazu beigetragen haben, dass es am Abend dieses Tages Ergebnisse gab. Diese sahen unter anderem so aus, dass Schwieriges und weniger Schwieriges  herausgearbeitet wurde. Zu dem Schwierigeren gehörte, dass wir zumindest um die Teilbarkeit der Stelle kämpfen wollen. In der Kirchenvorstandssitzung im April  wurde daher beschlossen, die Kürzungen und die Festlegung der Unteilbarkeit vor allem im Bereich Kirchenmusik nicht widerspruchslos hinzunehmen. Im Ergebnis wurde ein Brief über die Superintendentur an das Landeskirchenamt verfasst mit deutlichen Hinweis auf die mit der angekündigten Kürzung der Kirchenmusikalischen Stellen auf eine unteilbare 1,0 VzÄ B-Stelle einhergehenden Probleme. Wir haben unter anderem unser Unverständnis darüber zum Ausdruck gebracht, warum diese Entscheidungen ohne Betrachten der betroffenen Personen und der dazugehörenden Begleitumstände  getroffen wurden. Wir haben weiter dem Landeskirchenamt mitgeteilt, dass wir die Tatsache, dass wir zu Entscheidungen gezwungen werden, die wir nicht vertreten können und wollen, nicht akzeptieren und die Verfahrensweise daher ablehnen. Wir erwarten, dass uns für alle Seiten und vor allem für die von der Kürzung Betroffenen akzeptable Lösungen überlegt und vorgeschlagen werden.
In der Sitzung im Monat Mai (nach Redaktionsschluss) wird erneut Kirchenmusikdirektor Weigert anwesend sein, wo es auch neben Anderem um das angesprochene Problem geht. Vielleicht gibt es bis dahin schon neue Erkenntnisse.
Wir sind zuversichtlich, dass es uns mit Gottes Hilfe und unter seiner Führung gelingen wird, hier zu Lösungen zu kommen. 
Mit der Bitte, die Personalproblematik im Kirchspiel und uns in Ihre Fürbitte einzuschließen, grüße ich Sie alle sehr herzlich.

 

Im Namen des Kirchenvorstandes

Ihr Matthias Schmidt